Körperorientierte Psychotherapie

Gespräch, Körperwahrnehmung, Atmung, Bewegung und Berührung sind Zugänge, welche die im Symptom verborgenen Botschaften an die Oberfläche bringen können. Die Wahl des jeweiligen Zugangs geschieht in Übereinstimmung mit dem/der Klient/in und seinem/ihrem Prozess. Das prozessorientierte Arbeiten erlaubt offen zu sein für Überraschungen, für ungekannte Möglichkeiten des eigenen Potentials. Die therapeutische Beziehung schafft den Rahmen, in welchem der Fluss der Lebensenergie neue Wege suchen kann. In einem geschützen, liebevollen Raum kann ein Flussbett entstehen, das entweder breiter und flexibler oder aber fester und konsistenter ist.

Die Verbindung von Körperempfindung mit Emotion und Bewusstsein weckt die dem Körper innewohnenden Heilungskräfte und verhilft zur Selbsterkenntnis. Emotion ist, wie es das Wort sagt, ein e-movere, d.h. ein sich Hinausbewegen. Es beginnt tief im Organischen, in der pulsatorischen Bewegung der einzelnen Zelle. Die körperpsychotherapeutischen Übungen, Berührungen sowie die Atemarbeit haben das Ziel, diese Pulsation wieder anzuregen und der E-motion zu Bewegung und Ausdruck zu verhelfen.

Die Körpersprache zeigt in ihren kleinsten Bewegungen oft Ansätze von versteckten, ungelebten Interaktionsmustern, die darauf warten, erkannt und unterstützt zu werden. Im therapeutischen Gesprächs- und Bewegungsdialog kann so das Feld der Beziehungsmöglichkeiten und -fähigkeiten erweitert werden. Die in der Therapie gewonnenen Einsichten verankern sich im Körper und werden zu spürbaren, erneuerten Anteilen des Selbst.